[Rezension] All the bright places - Jennifer Niven


Infos zum Buch:
Autor/-in: Jennifer Niven
Preis: 7,99£
Seitenanzahl: 400
Verlag: Penguin
Reihe: Einzelband

Klappentext:
Theodore Finch is fascinated by death, and he constantly thinks of ways he might kill himself. But each time, something good, no matter how small, stops him.
Violet Markey lives for the future, counting the days until graduation, when she can escape her Indiana town and her aching grief in the wake of her sister's recent death.
When Finch and Violet meet on the ledge of the bell tower at school, it's unclear who saves whom. And when they pair up on a project to discover the "natural wonders" of their state, both Finch and Violet make more important discoveries: It's only with Violet that Finch can be himself-a weird, funny, live-out-loud guy who's not such a freak after all. And it's only with Finch that Violet can forget to count away the days and start living them. But as Violet's world grows, Finch's begins to shrink.

Erster Satz:
"Is today a good day to die?"

Meine Rezension:
Das Buch stand schon längere Zeit ungelesen in meinem Regal. Damals kaufte ich es, da viele Blogger von der Geschichte geschwärmt hatten und mich das Cover total angesprochen hat. Was mich genau in der Geschichte erwarten würde, wusste ich jedoch nicht.

Wir haben zwei Protagonisten, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher sein könnten, doch auf den zweiten erkennt man, dass sie doch gar nicht so unterschiedlich sind.
Violet Markley hat vor einem Jahr ihre Schwester und gleichzeitig beste Freundin Elenor bei einem Autounfall verloren. Seitdem kapselt sie sich von allem ab und steht mit dem Rücken zur Wand.
Als sie auf den Glockenturm der Schule klettert, da sie sehr verzweifelt ist, trifft sie auf Theodore Finch.
Finch gilt als der Außenseiter seines Jahrgangs der Highschool, seine Mitschüler nennen ihn einen Freak. Er ist physisch sehr labil, handlet seine Probleme jedoch mit sich selbst aus. Er nimmt keine fremde Hilfe an, von seiner Familie kann er sich keine erhoffen, sie sind alle nur mit sich selbst beschäftigt.
Als er Violet auf dem Glockenturm trifft und vor einer falschen Entscheidung bewahrt, erkennt er, dass er gar nicht alleine durchs Leben gehen muss. Von diesem Zeitpunkt an unternehmen die beiden viel miteinander, auch wenn Violet sich erst nach und nach auf Finchs Gegenwart einlässt uns sich ihm öffnet. Es entsteht eine Freundschaft, die dem jeweils anderen Halt gibt.

Im Laufe der Geschichte machen die Charaktere eine enorme Entwicklung durch.
Violet mochte ich zu Beginn der Geschichte nicht, ich konnte nicht verstehen, wie sie sich so stark aus ihrem bisherigen Leben abkapseln konnte. Klar, was sie erlebt hat, wünscht man keinem, aber sich so gehen zu lassen, hilft ihr da in ihrer Situation auch nicht weiter. Im Laufe der Geschichte jedoch macht sie eine Veränderung durch und findet allmählich ins Leben zurück. Sie wird stärker und ist nicht mehr so blass.
Finch hingegen ist ein interessanter Charakter, er hat seine eigene Persönlichkeit. Er hat bestimmte Eigenschaften, die er während der gesamten Geschichte nicht ablegt. Er erweckt den Eindruck, sich physisch zum Positiven zu entwickeln, doch erlebt er oft Rückschläge, die ihn wieder sehr labil machen.
Schaffen es die beiden, sich aufeinander einzulassen und zu verlassen, um wieder zurück ins Leben zu finden?

Das Buch behandelt ein sehr ernstes Thema: Selbstmord bzw. der verzweifelte Weg von Menschen bis hin zu den Gedanken. Wie das Thema in der Geschichte behandelt wurde, mag dem ein oder anderen möglicherweise etwas zu zaghaft sein, mir jedoch hat es recht gut gefallen. Das Thema wird nie so direkt angesprochen, sondern eher nur umschifft, dennoch weiß jeder, worum es geht. Es ist wie auch in unserer Gesellschaft ein Tabuthema, die Augen werden verschlossen und es wird nicht offen drüber geredet.

Die Handlung an sich fand ich etwas zu zäh, ich habe lange gebraucht, um in die Geschichte hineinzufinden. Zwar mussste das Buch sich langsam entwickeln, um die Veränderung der Charaktere deutlich zu zeigen, doch mir war es an manchen Stellen zu langsam.

Geschrieben ist das Buch aus der persönlichen Sicht von Finch und Violet. So kann man beide Charaktere besser verstehen und eine Verbindung zu ihnen aufbauen. Der Schreibstil ist einfach und passt zu den jeweiligen Persönlichkeiten.

Fazit:
"All the bright places" oder auf deutsch "All die verdammt perfekten Tage" ist ein Buch mit einer ernsten Thematik, die gut verarbeitet wird, jedoch für mich zu viele Längen beinhaltet.

3 von 5 Punkten

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