[Rezension] Ich gebe dir die Sonne - Jandy Nelson


Infos zum Buch:
Autor/-in: Jandy Nelson
Preis: 17,99€
Seitenanzahl: 480
Verlag: cbt
Reihe: Einzelband

Klappentext:
Am Anfang sind Jude und ihr Zwillingsbruder Noah unzertrennlich. Noah malt ununterbrochen und verliebt sich Hals über Kopf in den neuen, faszinierenden Jungen von nebenan, während Draufgängerin Jude knallroten Lippenstift entdeckt, in ihrer Freizeit Kopfsprünge von den Klippen macht und für zwei redet. Ein paar Jahre später sprechen die Zwillinge kaum ein Wort miteinander. Etwas ist passiert, das die beiden auf unterschiedliche Art verändert und ihre Welt zerstört hat. Doch dann trifft Jude einen wilden, unwiderstehlichen Jungen und einen geheimnisvollen, charismatischen Künstler...

Erster Satz:
"So fängt alles an. Mit Zephyr und Fry - den Soziopathen von nebenan -, die hinter mir hergeschossen kommen, und dem Waldboden, der unter meinen Füßen bebt, während ich durch die Luft, Bäume, gleißelnd grelle Panik sprenge."

Meine Rezension:
Das Cover ist der absolute Hingucker mit seinen ganzen Farben. Auch wenn es sehr simpel gestaltet ist, so hat es doch eine sehr künstlerische Schönheit.
Die Kunst spielt in diesem Buch eine sehr große Bedeutung, unsere beiden Protagonisten Noah und Jude können beide mit der Kunst umgehen. Noah kann sehr gut zeichnen, macht von allem und jeden eine Zeichnung. Jude macht gerne Skulpturen aus Sand und näht gerne Kleider.

Noah und Jude sind Zwillinge, sie sind seit ihrer Geburt unzertrennlich, doch mit ihrem 13. Lebensjahr ändert sich alles, sie gehen sich aus dem Weg, da etwas zwischen ihnen vorgefallen ist. Zunächst weiß man nicht, was genau geschehen ist, doch mit der Zeit kommen Bruchstücke ans Licht, wo man dann erfährt, was geschehen ist.

Zunächst ist das Buch erst einmal seltsam geschrieben, sowohl Noah als auüch Jude sind beide sehr gewöhnungsbedürftig, da sie beide ihre ganz eigene Art haben, mit der man erst einmal zurecht kommen muss.
Noah ist ein in sich sehr zurückgezogener Junge, der lieber seine Gedanken zeichnet als sie auszusprechen.
Jude benimmt sich ihrem Alter entsprechend ganz normal, wenn sie unter Menschen ist, aber auch sie hat ihre eigene Art.
So lernt man die beiden kennen mit ihren 13 Jahren. Da das Buch aber sowohl aus Noahs Sicht (sie sind 13 Jahre alt), als auch aus Judes Sicht, wo beide 16 Jahre alt sind, geschrieben ist. Da erfährt man, dass die Zwillinge sozusagen ihre Verhaltensweisen getauscht haben. Wieso das so ist, erfährt man erst im Laufe der Geschichte.

Das Buch ist einzigartig, in vielerlei Hinsicht. Die Charktere sind speziell, aber man lernt sie zu lieben. Auch die Einbindung der Kunst ist nicht alltäglich, weil wer setzt sich ganz normal mit der Steinhauerei auseinander? Und zu guter letzt ist der Schreibstil etwas besonderes, es wird vom 13-jährigen Noah und von der 16-jährigen Jude geschrieben, ziemlich anschaulich und bildlich, sodass man sich sehr gut alles, auch die Kunstaspekte, vorstellen kann.

Fazit:
"Ich gebe dir die Sonne" ist ein besonderes Buch mit einer besonderen Geschichte. Zwar muss man sich erst auf das Buch einlassen, da es zunächst erst einmal komisch erscheint, aber dann kann man in eine einzigartige Geschichte eintauchen!

4 von 5 Punkte

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