[Rezension] Und nebenan warten die Sterne - Lori Nelson Spielman



Infos zum Buch:
Autor/-in: Lori Nelson Spielman
Preis: 14,99€
Seitenanzahl: 384
Verlag: Fischer Krüger
Reihe: Einzelband

Klappentext:
Ein ergreifender und aufrüttelnder Bestseller von Lori Nelson Spielman, der Mut macht, sich auf die Suche nach dem Glück zu machen. Man weiß nie, wo man es finden wird.
Als Annie erfährt, dass ihre Schwester Kristen bei einem Zugunglück gestorben ist, bricht eine Welt für sie zusammen. Sie sollten beide in diesem Zug sein – auf dem Weg zur Uni. Annie fühlt sich schuldig am Tod ihrer Schwester. Sie sucht Trost bei ihrer Mutter Erika, doch diese flüchtet sich in ihre Arbeit. Annie begreift nicht, was mit ihrer liebevollen Mutter passiert ist, die für jedes Tief einen Rat wusste, deren Lachen so ansteckend war und deren Liebe die Familie zusammenhielt.Erika weiß nicht wohin mit ihrer Trauer um Kristen, möchte aber vor Annie keine Schwäche zeigen – bis diese plötzlich verschwindet. In ihrer Verzweiflung denkt sie immer wieder an eine Lebensweisheit ihrer Mutter „Verwechsle niemals das, was wichtig ist, mit dem, was wirklich zählt“. Erika wird klar: Sie muss Annie finden! Sonst verliert sie auch noch ihre zweite Tochter. Sonst verliert sie vielleicht alles.

Erster Satz:
"Wenn dich etwas aufhält, bleib stehen."

Meine Rezension:
Nachdem mir das Buch "Morgen kommt ein neuer Himmel" der Autorin so gut gefallen hat, wollte ich unbedingt ein weiteres Buch von ihr lesen. So griff ich zu "Und nebenan warten die Sterne".

Wir treffen in der Geschichte auf Erika, Annie und Kristen, eine Mutter mit ihren beiden fast volljährigen Töchtern. Erika ist Immobilienmaklerin in New York und sehr auf ihre Arbeit fixiert, sie arbeitet von morgens bis abends und verliert dadurch ihren Kontakt zu ihren Töchtern.
Annie ist die ruhigre Tochter, sie unterstützt ihre Mutter und ist für ihre Schwester da, doch sie findet es nicht gut, dass Erika sich so auf die Arbeit fokussiert, sie wünscht sich mehr Zeit zusammen, da sie auch noch etwas unsicher ist.
Kristen dagegen ist die aufgeweckte Tochter, die gerne Partys macht und das Leben genießt.
Doch dann widerfährt der Famile ein herber Schicksalsschlag: Kristen verunglückt bei einem Zugunglück auf dem Weg zur Uni. Für Annie und Erika bricht eine Welt zusammen. Annie gibt sich die Schuld an Kristens Tod, da sie sich einredet, nicht auf ihre Schwester aufgepasst zu haben, wie sie es sonst tat, da Kristen am Tag des Unglücks nicht gut drauf war. Auch Erika gibt sich die Schuld an Kristens Tod, da sie eigentlich ihren Töchtern versprochen hatte, sie zurück zur Uni zu fahren, aber dann aus beruflichen Gründen ihre Töchter alleine gelassen hat.

Von da an beginnt eine Zeit der Trauer. Annie leugnet, dass Kristen wirklich tot ist und begibt sich auf die Suche nach ihr. Ihre Suche führt sie bis nach Paris, wo sie eine Aupair Stelle annimmt. Die Zeit in Paris lässt sie stärker werden, sie gewinnt als Selbstbewusstsein und Zuversicht.
Erika hingegen stürzt sich noch mehr in die Arbeit, bis sie realisiert, dass sie auf dem besten Weg ist, auch noch Annie zu verlieren. So kehrt sie in ihre Heimat zurück und muss erst einmal einen Weg zu sich selbst finden, bevor sie wieder zu ihrer Tochter finden kann.

Die Autorin nimmt uns wieder mit auf eine emotionale Achterbahnfahrt. Überschattet wird das Buch natürlich von der Trauer um Kristen. Aber wir bekommen auch einen Weg gezeigt, wie man es schafft, aus dem tiefen Loch der Trauer wieder herauskommt.

Besonders gut an dem Buch hat mir die Entwicklung von Annie gefallen. Von Kapitel zu Kapitel wird Annie sicherer in dem, was sie tut, sie stellt sich neuen Herausforderungen und baut sich so ihr eigenes Leben auf, sie löst sich von ihrer Mutter (und ihrer Schwester). Auch ihr Umgang mit der kleinen Olive ist herzerwärmend. Das waren mir die liebsten Kapitel.

Auch die Entwicklung unserer Protagonistin Erika ist der Autorin gut gelungen, da sie wieder einen Weg zu sich zurückfindet und sich weiterentwickelt. Die Autorin zeigt an diesem Charakter, was Familie und Freunde für eine Wirkung im Leben haben.

Das Ende des Buches hat mich sehr gerührt und rundet die Geschichte sehr gut ab. Anders hätte das Ende nicht kommen dürfen.

Fazit:
Mit "Und nebenan warten die Sterne" hat die Autorin wieder einmal ein berührenes Buch mit sehr viel Gefühl geschrieben, was mich noch länger in Erinnerung bleiben wird. Jedoch hat mir das letzte bisschen Etwas gefehlt, um es zu einem top Buch zu machen.

4 von 5 Punkte

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