[Rezension] Julia für immer 01 - Stacy Jay


Infos zum Buch:
Autor/-in: Stacy Jay
Preis: 17,99€
Seitenanzahl: 352
Verlag: Egmont INK
Reihe: Für immer Dilogie
1. Julia für immer
2. Romeo für immer

Klappentext:
Was ist wirklich geschehen, damals in Verona, im Schicksalsjahr 1304? Romeo und Julia sind nicht im Namen der Liebe gestorben. Nein, Romeo hat Julia ermordet, um selbst Unsterblichkeit zu erlangen. Als Söldner der Apokalypse verhindert er seit 700 Jahren, dass Liebende zueinanderfinden. Doch auch Julia ist in Wahrheit unsterblich geworden – und streitet auf der Seite der Botschafter des Lichts für die wahre Liebe. Als erbitterte Feinde kämpfen sie in verschiedenen Körpern für ihre jeweilige Mission. Jahrhunderte später „erwacht“ Julia im Körper des Mädchens Ariel. Auf der Suche nach deren Seelenverwandtem trifft sie zu ihrem großen Entsetzen zum ersten Mal auf Romeo selbst. Dies könnte ihr letzter Kampf werden. Es sei denn, die Liebe holt die beiden wieder ein, wenn auch anders als jemals vorstellbar...

Erster Satz:
"Heute Nacht hätte er durch die Tür kommen können - im Schloss ist alles ruhig, selbst die Diener schlafen schon, un die Amme hätte ihn eingelassen -, doch er hat das Fenster gewählt und ist am Spalier mit den Nachtblumen hochgeklettert, deren Blütenblätter an seiner Kleidung haften."

Meine Rezension:
Jeder meint die Geschichte von Romeo und Julia zu kennen. Eigentlich. Denn die Wahrheit ist eine andere. Julia und Romeo sind gar nicht aus Liebe gestorben, ihre Seelen leben schon seit vielen Jahrhunderten, unerbittlich kämpfen sie gegeneinander in den Körpern der Menschen, zu denen sie geschickt werden. Stets haben sie einen Auftrag zu erfüllen.
Julia, als Mitglied der Botschafter, muss wahre Liebende zusammenbringen. Haben sie sich einmal zueinander bekannt, ist das Band der Liebe nicht wieder zu trennen. Romeo gehört zu den Söldnern und seine Aufgabe ist genau das Gegenteil, er muss dafür sorgen, dass die Auserwählten sich abgrundtief hassen und sich gegenseitig töten. Mal schafft Julia ihr Ziel zu erreichen, mal Romeo.

In der Gegenwart, zu unserer Zeit, wird Julia in Ariels Körper, ein Teenager, der außer ihrer besten Freundin Gemma keine Freunde hat. Was unter anderem an ihren Narben im Gesicht liegt, die sie seit Kindheitstagen davonträgt. Ariel leidet auch unter dem Status Freak, da ihr vor mehreren Jahren etwas passiert ist, und seitdem wird sie in diese Schublade gesteckt. Als Leser erfährt man erst nach einiger Zeit, was es genau damit auf sich hat.
Auch das Verhältnis zu ihrer Mutter ist nicht gerade das Beste, was unter anderem mit dem Unfall aus Kindheitstagen zusammenhängt.
So ist es für Julia in Ariels Körper erst mal nicht leicht, da sie erst einmal Zutrauen zu ihren Mitmenschen gewinnen muss. Und genau das braucht seine Zeit, da sie sich schließlich nicht sofort komplett anderes als Ariel verhalten darf, damit keiner Verdacht schöpft. Außerdem muss sie ihre Aufgabe erfüllen, sie muss ihre Freundin Gemma, eine der wahren Liebenden, zu ihrer Liebe verhelfen.
Doch durch Ben, ein Mitschüler, kann sie sich nicht 100 - prozentig auf ihre Aufgabe konzentrieren, da er ihre Gefühle durcheinander bringt.
Aber auch das ist nicht ihr einziges Problem. Romeo, im Körper des Schul-Machos Dylan, versucht zunächst natürlich auch seinem Ziel nachzukommen. Doch auch er verhält sich  auf unerklärliche Weise anderes als in den vorherigen Aufträgen. Nun will er sogar mit Julia zusammenarbeiten, da er behauptet, etwas herausgefunden zu haben.

Sobald man das Buch aufschlägt, ist man in der Geschichte. Die Autorin lässt nichts anbrennen, sondern beginnt sofort. Natürlich ist das auf der einen Seite gut, da man somit keine Zeit verliert, aber auf der anderen Seite jedoch führen die ein oder anderen Bemerkungen erst einmal zu Verwirrungen, weil die Idee hinter der Geschichte erst einmal etwas Ungewohntes ist.

Der weitere Verlauf der Geschichte verläuft ohne groß Aufsehen zu erregen. Klar gibt es die ein oder andere Wendung, mit der man nicht so gerechnet hätte, aber das Tempo stagniert.

Mir hat die ganze Geschichte über irgendetwas gefehlt, was mich mitreißen konnte. Vielleicht lag es auch an Protagonisten Julia, mit der ich nicht vollkommen warm werden konnte.

Fazit:
Der erste Band der Dilogie zeigt, wie man ein weltweit bekanntes Theaterstück auch mal auf gewisse Weise umstellen kann.
Übergreifend bietet das Buch eine gute Story, die mich aber nicht so ganz packen und überzeugen konnte.

3,5 von 5 Punkte

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