[Rezension] Das Mädchen mit den gläsernen Füßen - Ali Shaw


Infos zum Buch:
Autor/-in: Ali Shaw
Preis: 19,95€
Seitenanzahl: 400
Verlag: script5
Reihe: Einzelband

Klappentext:
Seltsame Dinge gehen auf St. Hauda´s Land vor: Eigentümliche geflügelte Kreaturen schwirren umher, in schneebedeckten Wäldern versteckt sich ein Tier, das mit seinem Blick alles in Weiß verwandelt, im Meer sind wundersame Feuerwerke zu beobachten … und Ida Maclaird verwandelt sich langsam, von den Füßen aufwärts, zu Glas. Nun kehrt sie an den Ort zurück, wo alles begann, in der Hoffnung, hier Hilfe zu finden. Doch stattdessen findet sie die große Liebe: Mit ihrer traurigen und trotzigen Art schafft Ida es, die Knoten in Midas’ Herzen zu lösen. Gemeinsam versuchen sie nun, das Glas aufzuhalten.

Erster Satz:
"In jenem Winter berichteten die Zeitungen über einen Eisberg von der Größe einer Galeone, der voll knirschender Erhabenheit an den Klippen von St. Hauda's Land vorbeitrieb, über ein Wildschwein, das verirrte Wanderer aus dem Felsenlabyrinth unterhalb des Lomdendol Tor herausführte, über einen verblüfften Ornithologen, der in einem Schwarm von zweihundert Krähen fünf Albinos gezählt hatte."


Meine Rezension:
Das Buch wollte ich unbedingt aufgrund seines Covers lesen, es wirkt kühl und geheimnisvoll. Wie sich herausstellt, spiegelt das Cover die Stimmung des Buches sehr gut wider.

Man findet sich auf einer Insel wieder, auf der sich die Menschen merkwürdig verhalten. Jeder hat sein eigenes Verhaltensmuster und Vergangenheit.
Da haben wir Midas, der sehr zurückgezogen lebt, sich selbst von seinen Mitmenschen abkapselt. Es ist ganz schwierig, mit ihm warm zu werden, man weiß nicht, was man von ihm halten soll.Nur ganz langsam bessert sich das Verhältnis zwischen dem Leser und ihm, was wahrscheinlich an seinem Umgang mit Ida liegt. Noch ein Grund könnte sein, dass man erst nach und nach Geschichten aus seiner Vergangenheit erfährt, die zu seinem Verhalten beigetragen haben, und ihn so erst besser verstehen kann.

Ida ist dagegen total anders, sie ist offen, direkt und stets freundlich. Sie schreckt nicht davor, auf die Leute zuzugehen und Fragen zu stellen. Deshalb schafft sie es auch, Midas aus der Reserve zu locken. Da Ida nicht von der Insel kommt, auf der die Geschichte spielt, versteht sie die Reserviertheit der Bewohner nicht, doch in Midas findet sie einen Freund, der ihr zur Seite steht. Gemeinsam versuchen sie Idas Geheimnis bzw. Problem auf den Grund zu gehen, was gar nicht so einfach ist...

Irgendwie konnte mich das Buch die ganze Zeit nicht begeistern, mit den Charakteren bin ich überhaupt nicht warmgeworden, einzig Ida hat mich etwas für sich gewinnen können. Die Sache, mit der sich die Geschichte befasst, die sich zu Glas verwandelden Lebewesen, war zwar eine ganz neue Idee, aber die Ausführung hat mich ebenfalls nicht überzeugen können. 
Was mir aber gut gefallen hat, ist, dass die Stimmung des Buches zum Schreibstil passt. Diese Umsetzung hat mir gefallen, da man so gefühlsmäßig nachvollziehen konnte, was die Charaktere bewegt. Auch das Ende passt zur gesamten Geschichte, gut, dass es so gewählt ist.

Fazit:
"Das Mädchen mit den gläsernen Füßen" ist zwar mit seiner Idee einzigartig, aber die Umsetzung mit den Charakteren konnte mich nicht fesseln.
Das Buch ist leider nicht jedermanns Geschmack.


2 von 5 Punkte

Kommentare:

  1. Hallöchen!
    Ich bin schon ein paar mal um dieses Buch herumscharwenzelt, aber nach deiner Rezi werde ich wahrscheinlich Abstand halten :) Danke für die Rezension

    Liebst, Lotta

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    1. Hey,
      so ging es mir vorher auch immer, nur ich wollte mich selbst überzeugen ;)
      Gerne :)

      Liebe Grüße, Caro

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