[Rezension] Der Bilderwächter 06 - Monika Feth


Infos zum Buch:
Autor/-in: Monika Feth
Preis: 10,99€
Seitenanzahl: 480
Verlag: cbt
Reihe: Jette-Thriller
1. Der Erdbeerpflücker
2. Der Mädchenmaler
3. Der Scherbensammler
4. Der Schattengänger
5. Der Sommerfänger
6. Der Bilderwächter

Achtung möglicherweise sind Spoiler enthalten, denn es handelt sich um den 6. Band einer Reihe!

Klappentext:
Zwei Jahre lang hat Jettes Freundin Ilka den Nachlass ihres berühmten Bruders nicht angerührt. Als sie nun das erste Mal die Bilder von Ruben in Augenschein nimmt, ist es, als hätte sie die Büchse der Pandora geöffnet. Ein Mitarbeiter von Rubens Nachlassverwalter wird tot aufgefunden und ein unglaublicher Medienrummel bricht über Ilka herein. Jette und Merle ermitteln im Wettlauf gegen die Zeit, denn auch Ilka scheint in großer Gefahr zu sein...

Erster Satz:
"Der Postbote schwenkte den Brief schon von Weitem."
 
Meine Rezension:
Deine Vergangenheit lastet noch immer auf dir und holt dich auf einmal wieder ein...

Zwei Jahre sind vergangen, als Ilkas Bruder Ruben gestorben ist, nun soll sein Nachlass - unzählige Bilder - eröffnet werden und unter die Menschen gebracht werden. Diese zwei Jahre haben nicht gereicht, um mit der Vergangenheit abzuschließen, nun reißen alte Wunden wieder auf und katapultieren dich unnachgiebig zurück  in längst verdrängte Tage.
Und dann geschieht der erste Mord und nach den ersten Ermittlungsansätzen der Polizei deutet alles darauf hin, dass der Todesfall unmittelbar mit der Nachlasseröffnung in Verbindung steht....

An sich steht jedes Buch der 'Jette-Thriller' für sich, doch dieser Band bezieht sich relativ stark auf einen Vorgänger, "Der Mädchenmaler", denn beide Bücher befassen sich mit den Kunstwerken und mit Ilkas Bruder Ruben. Da es für mich schon einige Zeit her war, dass ich den zweiten Band gelesen habe, war der Einstieg nicht ganz so einfach wie gedacht, da nicht mehr alle Elemente in Erinnerung waren. Doch während des Lesens ist man schnell wieder im Geschehen. Es muss gesagt sein, dass man sich nicht zwingend alle Vorgängerbände gelesen haben muss, aber mit dem Wissen kann man sich möglicherweise besser in manche Situationen hineinversetzen.
Hat man sich einmal eingelesen, so hat man schnell seine eigenen Verdächtigen, aber man weiß nie so genau, ob man damit richtig liegt, bis zuletzt hadert man mit seinen Vermutungen. Entweder lag man am Ende richtig oder falsch. 

Da das Buch aus verschiedenen Perspektiven geschrieben ist, hat man einen Überblick über die Gedanken und Handlungsschritte der verschiedenen Charaktere. So bekommt man einen Eindruck von den Charakteren, bereits bekannte bleiben einem vertraut, neue machen die Geschichte interessant, da man sie nicht sofort einschätzen kann. Jede Perspektive ist aus der Vergangenheit in der Er/Sie Form geschrieben, so hält man als Leser eine gewisse Distanz, aber kann dennoch eine Beziehung aufbauen. Jedoch werden die Abschnitte aus Jettes Perspektive aus der Ich-Perspektive erzählt, da sie die Protagonistin in den 'Jette-Thrillern' ist. Da es in diesem Buch jedoch einige wichtige Charaktere gibt, merkt man diesen kleinen Perspektivenwechsel so gut wie gar nicht.

Da die Handlung aus ebendiesen vielen Perspektiven geschildert wird, liegt das jeweilige Augenmerk auf verschiedenen Schwerpunkten. So sorgen sich Jette, Merle, Mike, Luke und Ilkas Familie um Ilka und wollen ihr in jeder Situation beistehen. Die Kommissare Bert Melzig und Rick Holterbach setzen alles daran, um mit ihren Ermittlungen voranzukommen. Die Schwestern Hortsense und Emilia Ritter sind mit ihren eigenen Streitigkeiten beschäftigt und ihre Gedanken sind ganz auf ihre Gefühle zu Ruben fixiert. Bodo Breitner und Thorsten Uhland arbeiten an der Nachlasseröffnung von Rubens Bildern. So wirkt die Handlung breit gefächert und vielfältig, aber schnell wird klar, dass jeder Handlungsstrang miteinander verknüpft ist.

Fazit:
Mit "Der Bilderwächter" hat die Autorin wieder einen guten Thriller geschrieben, der den Fans der Reihe gefallen wird. Man wird wieder einmal mitgerissen und gefesselt, jedoch hat mir der letzte Schliff gefehlt, da es für meinen Geschmack an manchen Stellen etwas zu vorhersehbar war.

4,5 von 5 Punkten

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