[Rezension] Everlasting - Der Mann, der aus der Zeit fiel - Holly Jane Rahlens


Infos zum Buch:
Autor/-in: Holly Jane Rahlens
Preis: 14,95 Euro
Seitenanzahl: 430
Verlag: Wunderlich
Reihe: Einzelband

Klappentext:
Man schreibt das Jahr 2264. Gefühle sind unerwünscht, die Liebe ist ausgestorben. Die Geburtenrate ist gefährlich gesunken. Der junge Historiker und Sprachwissenschaftler Finn Nordstrom, Spezialist für die inzwischen tote Sprache Deutsch, erhält den Auftrag, die 250 Jahre alten Tagebücher eines jungen Mädchens aus dem Berlin des 21. Jahrhunderts zu übersetzen. Öde, findet er. Und albern. Doch dann ist er zunehmend fasziniert von dem Mädchen, das quasi vor seinen Augen erwachsen wird. Schließlich soll Finn in einem Virtual-Reality-Spiel in der Zeit zurückreisen, um das Mädchen zu treffen. Ohne es zu wissen, wird er damit zum Versuchskaninchen der Spieleentwickler. Warum schicken sie ausgerechnet ihn, den Fachmann für tote Sprachen, in die Zeit kurz vor Ausbruch der Großen Epidemie? Und was ist das für ein sonderbares Gefühl, das ihn überkommt, wenn er der jungen Frau begegnet? Bald muss Finn sich entscheiden – für die Liebe oder für die Zukunft...

Erster Satz: 
"Finn setzte den Moon Zommer auf und schaute in den tiefen Nachthimmel."

Meine Rezension:
Schon das Cover ist beeindruckend. Genau in der Mitte ist ein Flacon plaziert, um den sich der Titel kreisförmig windet. Dieses Gebilde ist dann auf einer rosafarbenen Blüte platziert. Wirklich etwas besonders, genauso wie das Buch. Sehr selten sieht man mal, dass ein Titel kreisförmig auf dem Cover gedruckt ist.

Für mich genauso beeindruckend wie das Cover ist auch die Redeart der Charaktere. Die Personen in dem Jahr 2264 sprechen in der 3.Person Singular von sich. Also statt unserem Personalpronomen "ich" verwenden Finn und Co. "dieser Historiker" oder "dieser Freund" oder welche Bezeichnung der Situation angemessen ist. Dementsprechend ist das Buch auch aus der 3. Person Singular in der Vergangenheit geschrieben. Zu Beginn denkt man, dass es kein personelles Erzählen ist, doch im Fortlauf der Handlung erkennt man, dass das Buch eigentlich aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, nur eben angepasst an die Redeweise aus dem 23.Jahrhundert.

Die Geschichte zwischen den Buchdeckeln ist total schön und bietet viele Facetten. Von Liebe bis Verlust, von der Entdeckung neuer Welten und Gefühlen.
Finn ist 26 Jahre alt und lebt in einer sehr technologisierten Welt. Für alles haben die Menschen Roboter oder die Technik, die ihnen das Leben sehr vereinfacht. Gefühle gibt es nicht mehr, oder schlummert noch etwas in Finn? Was ist das, was er fühlt, während er die Tagebücher einer Teenagerin aus dem 21. Jahrhundert übersetzt? Was ist es, als er ihr - Eliana -  gegenübertritt, während er dieses vermeintlichen Virtual-Reality-Spiel spielt?

Auch wenn das Buch nicht so vor Spannung trieft, wird es überhaupt nicht langweilig, denn man kann sich so in die Geschichte hineinversetzen, dass einem das gar nicht auffällt.

Das Ende ist in sich abgeschlossen und passt perfekt zur Geschichte, sodass es in sich abgeschlossen ist. Es braucht keine Fortsetzung, denn so wie es jetzt ist, ist es am besten.

Fazit:
Ein wundervolles Buch, welches eine tolle Geschichte bereithält. Von Anfang an fühlt man sich mit der Geschichte verbunden und kann das Handeln des Protagonisten nachvollziehen. Es ist einfach ein gelungenes Buch, auch wenn es zwischen Gegenwart und Vergangenheit spielt.


5 von 5 Punkten
Absolute Leseempfehlung!

Kommentare:

  1. Ich WUSST es würde dir gefallen :)
    Es ist einfach ein soo schönes Buch :)
    Schön sowas mal gelesen zu haben <3

    LG Olek

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