[Rezension][E] Das Schicksal ist ein mieser Verräter - John Green


Infos zum Buch:
Autor/-in: John Green
Preis: 12,99 Euro
Seitenanzahl/Größe: 215/1,3MB
Verlag: Hanser
Reihe: Einzelband

Klappentext:
„Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod.

Erster Satz:
"Im Winter meines sechzehnten Lebensjahres kam meine Mutter zu dem Schluss, dass ich Depressionen hatte, wahrscheinlich, weil ich kaum das Haus verließ, viel Zeit im Bett verbrachte, immer wieder dasselbe Buch las, wenig aß und einen großen Teil meiner reichlichen Zeit damit verbrachte, über den Tod nachzudenken."



Meine Rezension:
Weil das Cover sehr schlicht gehalten ist, passt es sehr gut zur Geschichte. Wäre es ein verziertes auffälliges, würde es definitiv nicht zur Geschichte passen.
Man sieht den Sternenhimmel mit einer gezeichneten Skyline. In diesem Sternenhimmel steht ganz groß der Titel. Der Himmel hat eine symbolische Bedeutung in diesem Buch.
Der Titel "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" kommt genau einmal wortwörtlich vor. Insgesamt ist er gut gewählt, da die Schicksale der Hauptprotagonisten schrecklich und bedrückend sind. Aus der Sicht von Hazel kann man sagen, dass das Schicksal wirklich ein mieser Verräter ist.

Man darf sich am Anfang nicht von den vielen medizinischen Fachbegriffen abschrecken lassen, mit der Zeit wird einem klar, was genau sich dahinter verbirgt.

Der Schreibstil ist locker und gut zu lesen. Die gesamte Geschichte ist aus der Sicht der 16-jährigen Krebspatientin Hazel aus der Ich-Perspektive in der Vergangenheit geschrieben. So kann man sich als Leser in Hazels Position hineinversetzten.
Die Handlung ist tiefgründig und realitätsnah. Der Autor weist extra zu Beginn darauf hin, dass die Charaktere und die Handlung frei erfunden ist, denn man kann wirklich annehmen, dass es auf einer wahren Begebenheit beruht. Es ist meiner Meinung nach leider nicht unmöglich, dass die verschiedenen Formen des Krebses so auftreten können, wie es beschrieben wird.

Die Charaktere habe ich sehr bewundert für ihren Mut und Kraft. 
Hazel und Augustus wagen den Schritt, eine Beziehung zu führen, obwohl beiden klar ist, dass einer von beiden jederzeit sterben kann. Auch Isaac ist stark, da er versucht sein Leben so weiterzuführen, obwohl er aufgrund seiner Krebserkrankung sein Augenlicht verloren hat.
Trotz schwerer Krankheit ist Augustus alias Gus noch schlagfertig und zu einer frecheren Bemerkung bereit.

Es war bemerkenswert, dass ein Buch eine so wichtige Rolle in dem Leben der kranken Hazel gespielt hat. Viel von der Handlung hat sich um dieses Buch gedreht, aber es wurde nie langweilig, weil man als Leser selbst die Antworten auf Hazels Fragen zum Buch beantwortet haben wollte.

Fazit:
Das Buch hat mich wirklich sehr berührt. Mein Respekt für die Personen.
Der Aufenthalt in Amstadam hat Hazel und Augustus sehr beeindruckt. Ich fand es toll zu lesen, wie ihre Empfindungen waren. Für mich ist es schon relativ normal, wie das Leben in den Niederlanden ist, denn das Land ist mir durch Urlaube bekannt. Als die beiden sich dort aufgehalten haben und Hazel beschrieben hat, wie das Leben dort ablief, musste ich immer wieder schmunzeln.
Auch wenn die Geschichte sehr traurig ist, war es toll sie zu lesen, denn der Autor hat diese traurige Geschichte gut verpackt.


5 von 5 Punkten
traurig, tiefgründig und realitätsnah
 

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