[Rezension] Für jede Lösung ein Problem - Kerstin Gier


Infos zum Buch:
Autor/-in: Kerstin Gier
Preis: 8,99 Euro
Seitenanzahl: 304
Verlag: Bastei Lübbe
Reihe: Einzelroman

Klappentext:
Gerri schreibt Abschiedsbriefe an alle, die sie kennt, und sie geht nicht gerade zimperlich mit der Wahrheit um. Nur dummerweise klappt es dann nicht mit den Schlaftabletten und dem Wodka - und Gerris Leben wird von einem Tag auf den anderen so richtig spannend. Denn es ist nicht einfach, mit seinen Mitmenschen klarzukommen, wenn sie wissen, was man wirklich von ihnen hält!

Cover und Buchtitel:
Das Cover ist recht fiffig gestaltet. Es besteht aus dem Körper einer Frau, die ein trägerloses Blümchenkleid trägt. Vor ihrem Bauch hält sie einen Zettel, auf dem der Buchtitel steht. Die Farben des Covers sind aufeinander abgestimmt, alles rosa Töne.
Der Buchtitel passt recht gut zur Geschichte, da es so scheint, als ob alles in Gerris Leben schief geht.

Schreibstil und Charaktere:
Gerri, die Protagonistin, erzählt die Gechichte, besser gesagt ihr Leben, aus ihrer Sicht. An manchen Stellen kommt es mir so vor, als ob sie den Leser direkt anspricht.
Es kam nicht Kapitel nach Kapitel, sondern nach jedem Kapitel kam ein Einschub, der einen Abschiedsbrief enthielt.
Ansonsten lässt sich das Buch recht leicht und angenehm lesen.

Gerri ist ihr Leben leid. Mit 31 Jahren ist sie noch Single, ihre Familie erweist ihr keinen Respekt und ihren Job verliert sie auch noch.
Gerri hat ihr Studium im ersten Semester abgebrochen, da sie gemerkt hat, dass ihr das Schreiben mehr liegt. Deshalb hat sie bei einem Verlag angefangen, der Heftromane druckt, dort schreibt sie Liebesromane. Mit dem verdienten Geld kann sie sich soeben über Wasser halten.
Doch ihre Familie verschweigt Gerris Beruf, sie wollen das gute Image der Familie aufrechterhalten, denn sie sind der Meinung, dass der Beruf als Schriftsteller, besonders bei diesem Verlag, nichts gutes ist.
Auch immer wieder macht besonders Gerris Mutter sie darauf aufmerksam, dass sie nicht dem Wunschkind mit den Wunscheigenschaften ist.
Von Gerris drei älteren Schwestern unterscheidet sie sich in vielerlei Hinsicht: sie ist braunhaarig und nicht blond, sie hat braune Augen anstatt blauen und sie ist Single ohne Kinder, ihre Schwestern sind verheiratet und haben Kinder oder haben zumindest einen Freund.
Ganz unerwartet wird der Verlag, für den Gerri schreibt, von einem anderen übernommen, der aber den Zweig der Liebesgeschichten einstellt, die Gerri schreibt. Ihr wird zwar angeboten für einen anderen, Vampirgeschichten, zu schreiben, aber sie weigert sich.
Deshalb fasst sie den Entschluss, sich das Leben zu nehmen. Sie schreibt an Verwandte, Freune und auch alte Schulkameraden Briefe, in denen sie die Wahrheit, also was sie von diesen Personen hält, mitteilt.
Für ihren Selbstmord will Gerri Schlaftabletten mit Alkohol in einem teuren Hotelzimmer schlucken. Doch das Schicksal macht ihr einen Strich durch die Rechnung: sie trifft ihren Freund Ole im Hotel. Da er betrunken ist, lässt er sich nicht wegschicken und hält Gerri davon ab, ihren Plan in die Tat umzusetzten.
Aber die Abschiedsbriefe sind verschickt...

Ihre Familie will erst einmal nichts von Gerri wissen, sie muss sich bei jedem Familienmitglied entschuldigen.
Aber ihre Freunde halten zu ihr. Mit der Hilfe ihrer besten Freundin Charly schafft Gerri es wieder positiv in die Zukunft zu blicken.
Sie nimmt den Job beim Verlag an, dessen Chef doch sehr nett ist...vielleicht ist sie bald ja auch kein Single mehr.

Mein Urteil:
Obwohl das Buch eigentlich ein ernstes Thema behandelt, ist es doch recht lustig geschrieben. Für mich kam es gar nicht so richtig rüber, dass Gerri so verzweifelt ist und keinen Ausweg mehr kennt, als sich umzubringen. So schlecht ging es ihr nunmal gar nicht. Aber vielleicht kam das auch nur bei mir so an.
Das Buch wurde mit viel Humor geschrieben, was es sehr angenehm zu lesen macht. Kerstin Gier ist eine geniale Autorin.

4 von 5 Punkten
ein humorvolles Buch :)


1 Kommentar:

  1. Hallo Caro,
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    Gruß Alex

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