[Rezension] Falaysia - Fremde Welt 01 - Allgriza - Ina Linger




Infos zum Buch:
Autor/-in: Ina Linger
Preis: 2,99 Euro
Größe: 500 KB
Verlag: epubli GmbH
Reihe: Falaysia - Fremde Welt
       1. Allgrizia

Klappentext:
Mit ihren achtundzwanzig Jahren ist Jenna eigentlich zu alt um an Zauberei, fremde Welten und anderen Unsinn zu glauben, doch als sie eines Tages mitten in einem ihr unbekannten Wald aufwacht und bald ziemlich seltsamen Menschen begegnet, die irgendwie noch im Mittelalter zu leben scheinen, erahnt sie langsam, dass manchmal das Unmögliche doch zur Realität werden kann. Was sie nicht weiß, ist, dass sie in das gefährliche Spiel zweier Magier geraten ist, die noch eine Rechnung miteinander zu begleichen haben und von denen einer ihre von ihr so geliebte Tante Melina ist…  

Cover und Buchtitel:
Das Cover wirkt irgendwie geheimnisvoll, denn auf den ersten Blick sieht man nur einen Sonnenuntergang in einer Waldlandschaft, doch beim zweiten Betrachten sieht man ein Augenpaar, das nach links blickt. Aber grade so merkt man schon, dass das Buch schon viel bereithält.

Der Buchtitel passt auch gut zur Geschichte, weil Jenna in einer für sie fremden Welt aufwacht.

Schreibstil und Charaktere:
Der Schreibstil ist locker und gut zu lesen. Die einzelnen Charaktere werden gut beschrieben und sind gut aufgebaut. Es gibt drei Sichtweisen, aus denen das Buch erzählt wird, wobei hauptsächlich Jenna erzählt.

Jenna ist 28 und lebt in Salisburry. Sie beginnt eine familiäre Beziehung zu ihrer Tante Melina aufzubauen. Der Tante, von der sich ihre Familie getrennt hat, da sie ihr die Schuld an ihrer Mutter Anna geben. Der Tante, die den Ruf als Hexe hat. Doch Jenna glaubt nicht an magische Kräfte...
Doch eines Tages wacht sie in einem Wald auf und kann sich nicht erinnern, wie so dorthin gekommen ist. Als ihr dann auch noch Menschen begegnen, die aussehen, als ob sie aus dem Mittelalter stammen, kommt Jenna der Gedanke, dass es soetwas wie Magie doch zu geben scheint. 
Sie trifft auf ein Ehepaar, dass ihr mit gebrochen Englisch erklären kann, wo sie gelandet ist und sie sagen ihr auch, dass es noch einen gibt, der vor längerer Zeit hier in dieser anderen Welt gelandet ist. Jenna beschließt diesen Mann zu suchen und um Hilfe zu fragen. Mit ihm besteht doch die Chance wieder zurückzukommen, oder?
Und Jenna schafft es diesen Mann, Leon, zu finden mithilfe des Mannes, der sie gefunden hat.
Sie und Leon haben jedoch Schwierigkeiten miteinander klar zu kommen. Er gibt ihr keine Auskunft, was er vorhat, warnt sie nur vor den Gefahren und ist auf der Flucht vor furchteinflößenden Kriegern. Diese fremde Welt ist für Jenna unbegreiflich.
Zusammen mit Leon flieht Jenna vor Leons Erzfeind Marek. Wie das Schicksal es bestimmt, werden Leon und Jenna doch gefangen genommen. Leon wird geschlagen und Jenna fast von Marek vergewaltigt, doch sie kann sich in letzer Minute retten, indem sie Marek seine Kette entreißt. Eine besondere Kette. Sie hat einen Stein als Anhänger. Dieser Stein leuchtet hellrot auf, sobald Jenna ihn berührt. Dieser Stein ermöglicht ihr und Leon die Flucht aus Mareks Lager, da dieser vor Jenna zurückschreckt. Aber durch diesen Diebstahl geht die Flucht weiter. Und es ist der Beginn eines großen Rätsels. 
Warum beschützt der Stein Jenna in der Gefahr? Hat sie etwa auch magische Kräfte? Gelingt die Flucht vor Marek?
Und die bedeutenste Frage: Kann Jenna jemals wieder zurück in 'ihre' Welt?

Mein Urteil:
Ich bin positiv überrascht von dem Buch. Zu Anfang musste ich mich erst einmal einlesen, um zu wissen, worum es denn genau geht. Dazu kommt noch der Prolog, der so gar nichts mit der Geschichte am Anfang zu tun hatte. Ich habe mir immer wieder die Frage gestellt, was der Prolog mit der Handlung zu tun hat. Das war so ziemlich das Ausschlaggebene, was mich dazu veranlasst hat, schnell weiterzulesen. So ca nach 30 Prozent des Buches kam dann endlich die 'Erlösung' und ich wusste, was der Stein zu bedeuten hat.
Ich kann Jenna total verstehen, dass diese fremde Welt sie abschreckt und es für sie schwierig ist, sich an die gegebenen Regeln von Leon zu halten. Sie ist es nicht gewohnt, nicht alleine unterwegs zu sein, weil sie eine Sichere Welt gewohnt ist. Außerdem ist man ja logischerweise neugierig, wenn man auf etwas Neues trifft.
Aber es ist auch für mich einfach gewesen, mich in Leon hereinzuversetzten. Dass er Jenna beschützen will vor der ihr unbekannten Welt, weil er weiß, wie es ist, wenn man gar nicht weiß, was auf einen zukommt. Ich fand es auch okay von ihm, dass er sich distanziert verhält, da er keine Gesellschaft mehr gewohnt ist.
Ich hätte mir noch gewünscht, wenn man die Sprache verstehen würde, aber es ist nebensächlich.
Das Ende ist offen, sodass man unbedingt weiterlesen will. Ich will wissen, wie Jenna und Leon ihr Leben in Falaysia weiterführen und ob Mel und Benjamin, Jennas Bruder, es schaffen, Jenna zurückzuholen.


4 von 5 Punkten
Fantasy vom feinsten :)

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